Siem Reap – Die Tempel von Angkor

Der Übergang über die Grenze hat problemlos geklappt und wir kommen nach einem Tag Busfahrt in Siem Reap an. Dort werden wir dann am Busbahnhof kostenlos von einem Tuk Tuk – Fahrer zum Hotel gefahren. Wir wundern uns schon, warum diese Taxifahrt umsonst ist, wo der Haken liegt. Die Taxifahrer spekulieren darauf, dass man sie dann für den nächsten Tag bucht, um die Tempel von Angkor zu besuchen, was ja auch unser Plan ist. Aber da wir noch nicht so recht wissen, wann wir am nächsten Tag los wollen und ob wir überhaupt ein Tuk Tuk brauchen, müssen wir unserem Fahrer leider eine Absage machen. Er wirkt enttäuscht und wir haben ein schlechtes Gewissen und zahlen ihm die Tuk Tuk Fahrt bis ins Hotel. Was wir am Abend merken, ist dass es ein totals Überangebot an TuK Tuk Fahrern hier gibt und natürlich jeder sein Bestes tut, um einen Job zu bekommen. Tobi schlägt dann vor, dass wir uns ein E-Bike oder Fahrrad ausleihen können , um die Temple zu besichtigen. Wir Mädels sind dagegen uns bei der Hitze auch noch sportlich zu betätigen und wir setzen uns durch und mieten in unserem Hotel ein Tuk Tuk für den nächsten Tag.

Am Abend machen wir eine kurze Stadtbesichtigung. Was mir gleich auffällt sind die vielen bettelnden Kinder, die teilweise auch Babys dabei haben und sehr aufdringlich nach Geld fragen. So krass wie hier hatten wir das bisher noch nie auf unserer Reise und ich fühle mich etwas bedrückt und es beschäftigt mich. Von einer Freundin haben wir den Tip bekommen, dass wir Süßigkeiten zu den Tempeln mitnehmen sollen, da es dort auch viele bettelnde Kinder gibt. Also decken wir uns am Abend noch mit Süßigkeiten ein und sind gerüstet für die erste Runde Tempel am nächsten Tag.

Leider haben wir jetzt einen Tuk Tuk Fahrer erwischt, der kein englisch spricht und auch so nicht wirklich interessiert ist. Er kann uns nicht erklären, welche Tempel wir anschauen und fährt einfach los. Wir haben für die Tempel 2 Tage eingeplant, aber als Steineliebhaber könnte man es hier sicherlich eine Woche aushalten. Als wir am ersten Tempel ankommen, fragen wir unseren Tuk Tuk Fahrer, welcher Tempel es den sei. Seine Antwort war nur: Go, Go! Na das kann ja heiter werden. Als wir später zum Mittagessen wollen, fährt er mind. eine halbe Stunde zu einem Restaurant, wo wir auch so garnicht hinwollen. Es war so ein Tourischuppen mit total überteuerten Preisen. Wir wären lieber in etwas kleineres Einheimisches gegangen. Als wir am Abend wieder am Hotel ankommen, bestellen wir für den nächsten Tag wieder ein Tuk Tuk und bestehen aber darauf, dass der Tuk Tuk Fahrer ein wenig englisch kann. Und wir haben Glück. Für den nächsten Tag bekommen wir einen superlieben Fahrer und er kann sogar noch englisch:-) Wir schauen uns am diesem Tag noch die restlichen Tempel an, die wir gestern nicht mehr geschafft haben. Nach zwei vollen Tagen Tempelbesichtigung reicht es uns dann aber auch. Es war total beeindruckend, aber irgendwie dann doch immer dasselbe. Besonders gut hat uns der Haupttempel (Angkor Wat), Bayon (mit seinen aus Stein gemeiselten Gesichtern) und Ta Prohn (mitten im wuchernden Dschungel, bei dem die Bäume über die Mauern wachsen, hier wurde auch Tomb Raider gedreht).

Nach den zwei anstrengenden Tagen gönnen Judy und ich uns eine einstündige Fuß-Kopf-Schulter- Rückenmassage für 3 €. Im Hotel geht dann das Verwöhnprogramm weiter. Im Hotelgarten gibt es einen kleinen Teich für die Gäste, der mit so kleinen Massagefischen gefüllt ist, die einem die Hornhaut an den Füßen wegknabbern. Ein so genanntes Fish-Spa. Das kitzelt am ersten Moment , aber wenn man sich daran gewöhnt hat, dann ist es ganz angenehm. Was wir beide aber nicht bedacht haben, dass wir unser Mückenspray an unseren Füßen haben. Am nächsten Tag sehen wir dann vereinzelt tote Fischlein im Teich, die an der Wasseroberfläche treiben. Ich glaube, wir haben mit unserem Spray den Teich um ein paar Fischlein ärmer gemacht.

Weil unser zweiter Tuk Tuk Fahrer so nett war, haben wir ihn für den nächsten Tag nochmal angeheuert. Die Tempel sind abgehakt, aber wir wollen zu den schwimmenden Dörfern in der Nähe von Siem Reap. Am Fluss angekommen, werden wir dann in ein Boot gesetzt und fahren durch das schwimmende Dorf. Hier noch eine lustige Geschichte: Wir hatten noch Süßigkeiten vom Vortag übrig und hatten diese auf dem Boot dabei. In dem schwimmenden Dorf gab es viele Kinder und da wir ja auf dem Boot waren, haben wir den Kindern die Süßgkeiten zugeworfen. Bei einem kleinen Jungen hat Tobi schlecht gezielt und das Bonbon ist in den Fluss gefallen. Innerhalb weniger Sekunden hat sich der Kleine ausgezogen und ist nackt in den Fluss gesprungen und nach seinem Bonbon geschwommen. Als er es dann hatte, hat er es uns stolz gezeigt. Wir haben uns totgelacht.

Mein Fazit: Die Tempel von Angkor sind echt beeindruckend und muss man gesehen haben, wenn man durch Kambodscha reist. Zwei Tage reichen aber vollkommen aus. Siem Reap fand ich persönlich überhaupt nicht schön und ich war froh, als wir die Stadt hinter uns lassen konnten.

So, wir haben uns entschieden, dass wir aus Zeitgründen und wegen meinem Geburtstag die Hauptstadt Pnom Penh auslassen und direkt weiter in den Süden fahren.

Viele Grüße von den Tempeln
Steffi und Tobi

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5 Antworten auf Siem Reap – Die Tempel von Angkor

  1. Birgit sagt:

    ab 29 März in China, reiseroute Peking dann Nanchang danach Secheng und abschluss Shangai wie wärs seit ihr bereit oder schon wieder in Deutschland? Will die Terakotta soldaten sehn die Mauer die Verbotene Stadt und die Seen in Nan Chang der rest ist Urlaub pur denk ich Shanghai ist nicht so interessant aber man muss es halt machen wie Hong Kong

    Grüssle Birgit

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