Cusco und Machu Picchu – Ein würdiger Abschluss

Weiter geht unser „Abenteuerurlaub“ mit Caro und Domi. Als nächstes und als letztes steht Cusco und der weltberühmte Machu Picchu auf dem Programm. Als wir von unserer Tour aus der Salzwüste zurückkommen, buchen wir am Busbahnhof gleich unseren Bus nach Cusco für den nächsten Tag. Dort treffen Caro und ich zufällig auf die Schweizerin, die das Glück hatte und mit dem privaten Jeep nach La Paz mitfahren durfte. Sie erzählte uns, dass dem Fahrer irgendwann auf halber Strecke der Sprit ausgegangen sei und er keinen neuen Sprit nachkaufen wollte und darum nicht weitergefahren sei. Sie haben sich dann beschwert und er wurde richtig pampig. So mussten sie nachts mitten im Nirgendwo in Bolivien aussteigen und auf der Straße auf einen Bus hoffen. Nach ca. 2 Stunden Warten kam dann ein Bus und hat sie bis nach La Paz mitgenommen. Es gibt also doch noch Gerechtigkeit:-) So waren wir ganz froh, dass wir den Umweg über Tupiza gemacht haben. Jetzt heißt es endgültig von La Paz Abschied nehmen:-) Wir verbringen zum letzten Mal eine Nacht in La Paz und fahren am nächsten Tag nach Cusco. Bei der Einreise nach Peru treffen wir auf eine riesen Menschenmenge, die alle vor der Immigrationsstelle warten. Wir laufen die Warteschlange ab, die nicht enden will (ca. 1km) und stellen uns brav hinten an. Nach ca. 2 Stunden Wartezeit haben wir es auch geschafft und bekommen unseren Stempel für Peru. Wir erfahren, dass heute Morgen Stromausfall war und darum die Computer nicht funktioniert haben und somit niemand nach Peru einreisen konnte. Das war eindeutig unser längster Grenzübergang. Als wir dann spät abends in unser vorgebuchtes Hotel in Cusco einchecken wollen, haben diese kein Zimmer mehr für uns frei. Wir wundern uns, weil wir ja extra reserviert haben. Der Nachtwächter erklärt uns, dass der Mitarbeiter, der die Buchungen normalerweise macht, am Wochenende nicht arbeitet. So werden einfach die Buchungen, die am Wochenende eintreffen, nicht bearbeitet. So einfach ist das hier:-) Und heute ist Samstag! Unsere Pechsträhne verfolgt uns also auch in Peru:-) Nach langem Diskutieren kann der Nachtwächter schließlich noch zwei Zimmer auftreiben, aber natürlich nicht diese, die wir reserviert haben. Am nächsten Morgen redet Tobi nochmal „diplomatisch“ mit der Rezeptionistin (ich kann das nicht so gut:-)) und ein Stammgast wird in ein anderes Hotel ausquartiert und wir bekommen unsere Zimmer und einen Preisnachlass. Am nächsten Tag machen sich Caro und Domi auf die Suche nach einer Tour für den „Inka Jungle Trail“. Unser Plan war eigentlich, den echten Inka Trail (4 Tage Wanderung zum Machu Picchu) zu machen. Aber als Tobi im Mai mal im Internet geschaut hatte, war der Inka Trail bereits bis Oktober ausgebucht. Da viele den Inka Trail machen möchten und nur eine begrenzte Anzahl täglich darauf können, gibt es seit ein paar Jahren Alternativen zum Inka Trail, wie z.B. der Inka Jungle Trail, den wir jetzt machen. Er geht auch 3-4 Tage und ist eine Mischung aus Wanderung und Action. 1 Tag: Bikeabfahrt, abends Riverrafting. 2 Tag: morgens Ziplining und danach Wanderung. 3 Tag: Aufstieg zum Machu Picchu. Also eigentlich genau das Richtige für uns. Wir buchen also morgens in Cusco den Inka Jungle Trail für den nächsten Tag. Am Abend sollte dann noch ein „Treffen“ aller Teilnehmer der Tour stattfinden, bei der nochmal über den Tourablauf informiert wird. Wir wissen zwar nicht so recht, was sie uns noch sagen sollen, weil für uns alles geklärt ist, treffen aber pünktlich um 19 Uhr ein. Und jetzt ratet mal, wer von den Teilnehmern alles da war? Natürlich nur wir vier. So viel zur deutschen Mentalität:-) Alle anderen Tourteilnehmer haben sich dieses Treffen geschenkt. Am nächsten Tag treffen wir also bestens vorbereitet am Bus ein:-) Leider geht es Caro nicht gut, ihr Magen spielt nicht so mit. Aber sie will auf alle Fälle mitkommen und lässt eben die Sachen aus, die sie nicht mitmachen kann. Unser Busfahrer und der Guide haben leider nicht so eine große Lust auf diese Tour oder sie hatten heute einen schlechten Tag erwischt:-) Keine Begrüßung, keine Erklärungen, auf Tobis Fragen kommt nur ein Kopfnicken- oder schütteln und zu allem Überfluss hatten wir nach den ersten Kilometern gleich mal einen Platten. Das fängt ja schon gut an. Nach einer kurzen Frühstückspause geht’s dann schon los mit unserer Biketour. Wie bei unserer Tour nach Coroico geht es auch hier nur bergab. Die Ausrüstung wird stumm an uns ausgeteilt und es folgt eine kurze Einweisung. Dann sollen wir losfahren. Ich frage noch nach, ob ein Guide vorausfährt. Er bejaht es und zeigt auf Domi. Gut, dann ist halt Domi unser Guide:-) Domi gibt Gas und Tobi und ich fahren unserem Guide nach:-) Caro kann die Biketour leider nicht mitmachen und fährt im Bus mit. Unten angekommen, geht es gleich weiter. Es ist bereits 16 Uhr und wir werden zum „Mittagessen“ gefahren. Wir sind gerade am Essen, da müssen Tobi, Domi und ich schon wieder weiter. Jetzt steht das Wildwasserrafting an. Da wir Vier die Tour in 3 Tagen und nicht wie der Rest der Gruppe in 4 Tagen machen, haben wir einen etwas straffen Zeitplan. Als wir am Fluss ankommen, haben wir die Einführung verpasst. Wir werden schnell in die Ausrüstung gesteckt und bekommen einen Guide und ein Boot zugeteilt. Wir sind leicht gestresst und über die Organisation der Tour genervt. Aber das Wildwasserrafting läuft total professionell ab und macht super Spaß. Wir haben ja bereits ein Rafting in Kolumbien gemacht, aber das hier war einiges besser. Unsere Stimmung ist wieder obenauf.

Am nächsten Tag werden wir einem neuen Guide und neuer Gruppe zugeteilt, weil wir ja eine kürzerer Tour machen. Und dieser Guide ist um Welten besser als der Erste. Er bringt uns dann auch gleich zum Ziplining. Mit bisschen Herzklopfen geht es dann über 5 Seilbahnen durch Schluchten und Täler. Die längste Bahn ist 2 km lang. Adrenalin pur. Nach kurzer Verschnaufspause und Mittagessen steht dann die Wanderung nach Aguas Calientes an, das Dorf am Fuße des Machu Picchus.

Nach einer kurzen Nacht machen wir uns am nächsten Tag frühmorgens um 4.30 Uhr auf. Man kann für den Aufstieg zum Machu Picchu entweder den Bus nehmen oder den Aufstieg zu Fuß machen. Wir sind natürlich voll motiviert und machen den Aufstieg zu Fuß. Da kommt der Puls gleich von 0 auf 100 am frühen Morgen ohne Frühstück. Oben angekommen, erwartet uns eine Menschenmasse, die alle auf den Einlass warten und den Sonnenaufgang über Machu Picchu sehen wollen. Wir suchen unseren Guide, der uns für ca. 1,5 Stunden durch Machu Picchu führt. Und was wir sehen, ist gigantisch. Wir gehen durch den Eingang und dann liegt plötzlich die Inka-Ruinenstadt vor uns. Wir kommen aus dem Fotoschießen nicht mehr heraus und bekommen dadurch nur die Hälfte mit, was unser Guide erklärt. Nach der Führung machen wir erstmal Pause und legen uns in die Sonne. Danach erkunden wir nochmal in aller Ruhe ohne Tour und Guide die Inka-Stadt. Nach ca. 6 Stunden reicht es uns dann, wir machen uns auf dem Rückweg. Wir fotografieren noch die Lamas, die sich zwischen den Ruinen und Gebäuden herumtreiben. Plötzlich schaut bei einem Lama ein zweiter Kopf hinten heraus. Bei diesem Lama geht gerade die Geburt los und wir sind die Ersten, die es entdecken. Aber schnell bildet sich eine Menschenmasse um uns und das Lama. Machu Picchu ist vergessen, viel interessanter ist jetzt die Lamageburt. Als die Aufseher den Menschenauflauf und der Grund hierfür bemerken, schicken sie uns weiter, so dass das Lama in Ruhe gebären kann. Was für ein Erlebnis, Machu Picchu mit einer Lamageburt. Zurück in Aguas Calientes gönnen wir uns dann noch ein Bad in den heißen Quellen. Hier machte Tobi noch Bekanntschaft mit drei „netten“ Jungs im Grundschulalter. Wir sind gerade am Entspannen, als diese Jungs in unser Becken springen, auf Tobi zeigen und einer schreit: „Haha, seht mal dieses 4-Auge“. Tobi hatte halt als einziger im Becken eine Brille auf. Domi und ich haben uns todgelacht, Tobi fand es glaube ich nicht so witzig. Nach dem Abendessen ging es dann mit dem Zug zurück nach Cusco.

Unsere letzten Tage unseres gemeinsamen Urlaubs verbringen wir dann noch in Cusco mit Stadtführung, Shopping, Karten schreiben, etc.

Mit dem Flieger geht es dann nach Lima, der Hauptstadt Perus. Für die Stadt haben wir nur einen Tag eingeplant, da sie meiner Meinung nach nicht viel zu bieten hat. Am Nachmittag fliegen dann Caro und Domi zurück nach Deutschland und Tobi und ich fliegen abends nach Los Angeles. Nicht nur unser gemeinsamer Urlaub ist vorbei, sondern auch unser erster Reiseabschnitt „Zentral- und Südamerika“. Wir waren jetzt 6 Monate auf diesem Kontinent unterwegs und haben so viel gesehen und erlebt. Was kann da noch kommen?! Irgendwie bin ich bisschen wehmütig, freue mich aber auch total auf das, was noch vor uns liegt.

@Caro und Domi: Vielen Dank für einen tollen, abenteuerlichen und unvergesslichen Urlaub! Die Zeit mit euch war einfach toll und das Reisen total angenehm und unkompliziert. Jederzeit wieder!

Viele Grüße zum letzten Mal aus Südamerika
Steffi und Tobi

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Cusco und Machu Picchu

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Cusco: -13.517233, -71.978796
Santa Teresa: -13.130221, -72.593966
Downhill mit dem Mountainbike die 2.: -13.208195, -72.614479
Rafting: -13.130973, -72.590790
Ziplining: -13.156549, -72.579803
Aguas Calientes: -13.155463, -72.525558
Machu Picchu - Einfach nur Wow!: -13.167080, -72.543755

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2 Antworten auf Cusco und Machu Picchu – Ein würdiger Abschluss

  1. birgit sagt:

    Hi ihr 2

    bin eigentlich froh das du damals mit dem Knie malör hattest den ich hab Cusco und die heissen Quellen viel einfacher gemacht auch Machu Pichu und den ganzen Trail via Tittica und Puno nicht ganz so perfekt organisiert eher totales Caos mit viel Herzblut und Affen attacken …..Jake hat heute noch eine Narbe vom eifersüchtigen Affen in Sol.

    So Indonesia here we come dann machen wir mal Insel hoppen so wie ich es mach frei Schnauze…..mit Ruchksack und ohne Plan…..

    Bis dann

    Grüssle Birgit

  2. Horschti sagt:

    Coooool!!!!

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